REITERHOF

Wir haben zur Zeit 7 ungarische halbblut Pferde und 9 Sethy Ponys 1 Esel in unserem Stall. Reitkurse für Anfänger sowie für Fortgeschrittene,Kutschefahrten, Geländereiten.

Reitertraditionen in Ungarn

Ungarn konnte über 1000 Jahre hinweg seine militärische und wirtschaftliche Kraft in entscheidendem Maße den für ihre Härte und Ausdauer bekannten Pferden verdanken. Nach der Landnahme entstand eine kleinere, hagere Pferderasse als heute mit grobem Kopf und kürzerem Hals -jedoch guter Ausdauer - typisch für Ungarn. Nur dieses Pferd konnte sich an die harten Lebensbedingungen anpassen. Im Laufe der Geschichte veränderte sich die Urrasse wesentlich. Der Gründer des Nonius von Horto- bagy war war Nonius Senior ein anglo-normanisches Pferd. Es kam 1885 ins Land. In den darauffolgen- den Jahrzehnten wurde es im Interesse eines gefälligeren Äußeren in mehreren ausländischen Pferdegestüten gedeckt. Es behielt so zwar seine feste ausdauernde Form, entwickelte sich aber zu einer formschönen ungarischen Pferderasse.

Die Serie der sehenswerten Pferdevorführungen begann 1820, als anlässlich einer Feier zu Ehren von Kaiser Franz ein Pferderennen veranstaltet wurde, dass 24 Hirten aus Kecskemet gewannen. Die Pferdehirten erfanden zu ihrer eigenen Unterhaltung und zum Messen ihrer Geschicklichkeit verschiedene Spiele. Beim schlagen der Schiegermutter, beim hinsetzen des Pferdes und beim krugzerschlagen kam es auf gutes Rythmus- und Entfernungsgefühl, Augenmaß, Schnelligkeit und natürlich Mut an. Eine schöne Pfingsttradition ist das Tuchzerreißen, bei dem der Geschickteste das Tuch des Pfingstkönigs vom Vorjahr im Galopp entwenden muss. Lohn des Siegers: ein Jahr lang kostenlose Speisen und Getränke im Gasthof. Die Pferdehirten konnten mit ihren langen Hetzpeitschen hervorragend umgehen. Die Räuber haben durch das Knallen der Peitschen die Pferde an Gewehrschüsse gewöhnt. Auf der Flucht vor den Häschern dressierten sie ihre Pferde zum Sitzen und Liegen. Am schönsten und schwierigsten ist vielleicht die Vorführung des Pusztafünfers. Die Pferdehirten der Puszta haben ihn zuerst einstudiert. Auf einem Bild des österreichischen Malers Ludwig Koch kann man dieses halsbrecherische "Kunststück" bewundern. In unseren Tagen können wir auf den Einzelgehöften der Horto-Bagy, der Kiskunsag- und der Bugac Puszta niveauvolle Reitervorführungen sehen und so einen Eindruck vom einstigen Leben der Pferdehirten bekommen.